Galerie aus Pristina mit österreichischer Geschäftsführung bei Pariser Kunstausstellung

Die von der Österreicherin und neuen Vizepräsidentin der Österreichisch-Kosovarischen Freundschaftsgesellschaft, Katharina Schendl, mitbegründete und -geleitete Galerie LambdaLambdaLambda in Pristina wird bei der renommierten Internationalen Kunstmesse “Fiac!” in Paris ausstellen. Hier finden sich die Details zur Ausstellung und zu den Galerien.

Ulrike Lunacek zu den jüngsten Parlamentswahlen in der Republik Kosovo

Ulrike Lunacek, Berichterstatterin des Europaparlaments zum Integrationsprozess der Republik Kosovo und auch Vizepräsidentin der Österreichisch-Kosovarischen Freundschaftsgesellschaft, hat sich zur Durchführung der jüngsten Parlamentswahl in der Republik Kosovo geäußert und die beiden großen anstehenden Themen – die Ratifizierung des Grenzabkommens mit Montenegro zur Erreichung der Visa-Liberalisierung sowie die anstehenden Reformen im Justizbereich – angesprochen.

Ulrike Lunacek, bei der jüngsten Veranstaltung der Freundschaftsgesellschaft zu “Kosovo vor den Wahlen”

Unten findet sich die APA-Meldung im Wortlaut.

Hier findet sich der Beitrag aus der Tiroler Tageszeitung.

14.06.2017 13:47 | APA0334 | AA, CA, AI | EU / CEE / Parlamentswahlen / Int. Beziehungen / Europäische Union / Kosovo

Kosovo-Wahlen laut Lunacek friedlich verlaufen

Berichterstatterin des Europaparlaments glaubt, dass Regierungsbildung schwierig wird – Karas fordert Normalisierungsprozess und Dialog zwischen Serbien und Kosovo

Straßburg (APA) – Die Zukunft des Kosovo liegt in Europa, allerdings müsse die kosovarische Regierung dazu mehr tun, hat die Kosovo-Berichterstatterin des Europaparlaments Ulrike Lunacek (Grüne) am Dienstag in Straßburg gefordert. Lunacek präsentierte ihren mittlerweile siebenten Bericht zum Kosovo, der am Mittwoch ebenso wie die Fortschrittsberichte zu Serbien und Mazedonien vom Europaparlament angenommen wurde.

Die Wahlen am Sonntag seien sehr friedlich verlaufen, berichtete Lunacek, doch werde es sehr schwierig werden, eine Regierung zu bilden. “Die Gräben müssen überwunden werden”, forderte sie. Dazu sei es nötig, dass der Kosovo das Grenzabkommen mit Montenegro sowie Reformen im Justizbereich umsetze, damit es zur Visa-Liberalisierung komme.

Das Assoziierungsabkommen mit der EU sei in Kraft, und Kosovaren könnten nun an EU-Programmen teilnehmen. Allerdings gebe es noch viel zu tun im Kosovo, vor allem um im Wirtschaftsbereich die hohe Arbeitslosigkeit von jungen Menschen zu bekämpfen, aber auch im Bildungs- und Gesundheitsbereich, konstatierte Lunacek.

Bei den Beziehungen des Kosovo zu Serbien sei zwar am Papier Einiges weitergebracht worden, doch “der Kosovo hat die Vereinigung der serbischen Gemeinden noch nicht umgesetzt”, weil die Serben Exekutivgewalt fordern. Auch habe es immer wieder massive Störungen von serbischer Seite gegeben, wie der Versuch, den möglichen Premier Ramush Haradinaj zu verhaften, so Lunacek.

Der ÖVP-Abgeordnete Othmar Karas forderte, sowohl den Kosovo als auch Serbien auf, “den Normalisierungsprozess und den Dialog” nicht abzubrechen. Auch Österreich sei hier gefordert, “seine Glaubwürdigkeit zu nützen, um gemeinsam mit der EU Rückschritte im Kosovo zu vermeiden”, so Karas. Von jenen EU-Staaten, die den Kosovo noch nicht anerkannt haben (Griechenland, Rumänien, die Slowakei, Spanien und Zypern) verlangte Karas, dies zu tun, “um ein klares Signal für einen zukünftigen Beitritt zu senden”.

Karas konstatierte wirtschaftliche Fortschritte in Serbien. Die Eröffnung neuer Verhandlungskapitel könne helfen, die “Medienfreiheit zu stärken und politische Einflussnahme auf die Justiz sowie die Korruption zu bekämpfen”. Mazedonien habe seinen Status als Musterschüler verloren, und müsse “dringend effektive Reformen bei Rechtsstaatlichkeit, Justiz und Bekämpfung der Korruption” umsetzen, sagte Karas.

(Schluss) mhh/ade

“Kosovo vor den Wahlen” – Vorausschau mit viel Expertise

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in der Republik Kosovo hat die Österreichisch-Kosovarische Freundschaftsgessellschaft eine Podiums- und Publikumsdiskussion unter dem Titel “Kosovo vor den Wahlen” veranstaltet.

Unter der Leitung von Präsident Lukas Mandl diskutierten die Vizepräsidentin Ulrike Lunacek (die als Mitglied des Europaparlaments und dessen Vizepräsidentin auch Berichterstatterin zum Integrationsprozess der Republik Kosovo ist), Adelheld Wölfl (Journalistin und Expertin der Tageszeitung “Der Standard”) und Sami Ukelli (Botschafter der Republik Kosovo in Österreich).

Sami Ukelli, Adelheil Wölfl, Ulrike Lunacek, Lukas Mandl

Mit viel Erfahrung über die bisherigen Kontakte mit den gewählten Kosovarischen Parlamentarierinnen und Parlamentariern sowie den Regierungsmitgliedern sowie mit Hintergrundwissen über Stimmungslagen in der Bevölkerung etwa zur wichtigen Frage der Visa-Liberalisierung, die nur für die Republik Kosovo noch immer auf sich warten lässt, während die Menschen der anderen Staaten des Westbalkans reisen dürfen, wurden verschiedene Szenarien gezeichnet.

Bei der gut besuchten Veranstaltung kamen auch aus dem Publikum viele wertvolle Hinweise und Beiträge sowie Fragen, die für eine belebende Diskussion gesorgt haben. Mit dieser Veranstaltung war die Österreichisch-Kosovarische Freundschaftsgesellschaft – die jüngste bilaterale Freundschaftsgesellschaft Österreichs! – zu Gast bei der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft – das ist die älteste Freundschaftsgesellschaft.

Im Rahmen der Veranstaltung konnten erstmals Barspenden für einen guten Zweck gesammelt werden – konkret für das Hilfsprojekt “Hände voll Erbarmen” von Schwester Maria Martha Fink.

Spenden erbeten für “Hände voll Erbarmen”

Die österreichische geistliche Schwester Maria Martha hat vor einem Vierteljahrhundert ihr Hilfsprojekt im Kosovo bekommen. Von Anfang an ist sie selbst mit dem Auto zwischen dem Kosovo und Österreich gependelt. Bei einem Frühstücksgespräch mit der Freundschaftsgesellschaft hat Außenminister Enver Hoxhaj das Engagement von Schwester Maria Martha, deren Einrichtung übersetzt “Hände voller Güte” heißt, besonders positiv hervorgehoben. So hat die Freundschaftsgesellschaft im Rahmen einer Studienreise das “Hände voller Güte” besucht. Die Reisenden haben sich ein Bild von der Hilfstätigkeit vor Ort gemacht und auch sofort mehrere hundert Euro gespendet.

Mittlerweile hat die Freundschaftsgesellschaft ein Sub-Konto eingerichtet, an das Spenden gerichtet werden können. Auch bei Veranstaltungen der Freundschaftsgesellschaft werden Barspenden gesammelt, so zuletzt bei einer Diskussion unter dem Titel “Kosovo vor den Wahlen”. Diese Spenden kommen direkt den “Händen voll Erbarmen” zugute. Eine genaue Abrechnung erfolgt jeweils im Frühjahr anlässlich der Generalversammlung der Freundschaftsgesellschaft. Wir bitten herzlich um Spenden auf das Sub-Konto der Österreichisch-Kosovarischen Freundschaftsgesellschaft mit diesen Daten: IBAN: AT17 3400 0000 3723 7583, BIC: RZOOAT2L. Danke! 

Freundschaftsgesellschaft vergrößert “und verbreitert”

Ein Jahr nach ihrer Gründung hat die Österreichisch-Kosovarische Freundschaftsgesellschaft im Rahmen ihrer Generalversammlung Board und Advisory Board vergrößert “und vor allem auch verbreitert”, wie Präsident Lukas Mandl betont.

“Wir leben die Freundschaft mit der jungen Republik Kosovo. Wir sind die jüngste bilaterale Freundschaftsgesellschaft Österreichs und betreten in vielerlei Hinsicht Neuland. Das erfordert viel Pioniergeist, viel Erfahrung und eine echte Freude an der Arbeit für eine gute Zukunft im gemeinsamen Haus Europa.

Wir müssen uns immer dessen bewusst sein, dass nicht nur eine historische Freundschaft zum Kosovo besteht, sondern dass die Stabilität auf dem Balkan untrennbar mit der Entwicklung von ganz Europa verbunden ist. Wenn wir also die Freundschaft mit der Republik Kosovo leben, dann ist das nicht nur menschlich bereichernd, sondern durchaus aus in unserem ureigensten mitteleuropäische und österreichischen Interesse”, so Mandl.

Hier finden sich die Namen der Board und Advisory Board Mitglieder.

Mandl zu Kosovo: Kein Land darf abgehängt werden

In einer Pressekonferenz Mitte April präsentierten Reinhold Lopatka, Klubobmann der ÖVP im Parlament, der Nationalratsabgeordnete Christoph Vavrik und der Landtagsabgeordnete und Präsident der Österreichisch-Kosovarischen Freundschaftsgesellschaft, Lukas Mandl, Perspektiven für den Westbalkan.

Christoph Vavrik, Reinhold Lopatka, Lukas Mandl

Unten findet sich die APA-Meldung im Wortlaut.

Hier finden sich die OTS-Meldung und ein Beitrag aus der Tiroler Tageszeitung.

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12.04.2017 13:46 | APA0298 | AI, AA | CEE / Flüchtlinge / Int. Beziehungen / Illegale Migration / Parlament / Wien

ÖVP warnt vor Abgleiten des Westbalkan in Instabilität

Lopatka: EU “derzeit sehr mit sich selbst beschäftigt” – Mandl zu Visafreiheit für den Kosovo: Kein Land darf abgehängt werden

Wien/EU-weit (APA) – Der Westbalkan darf nicht in Instabilität abgleiten, warnt die ÖVP. Durch Ereignisse wie den Brexit sei die Europäische Union “derzeit sehr mit sich selbst beschäftigt”, meinte Klubchef Reinhold Lopatka am Mittwoch vor Journalisten in Wien. Dabei sei es wichtig, die EU-Beitrittsperspektive Richtung Westbalkan aufrecht zu erhalten. Im Herbst soll dazu eine Konferenz im Parlament stattfinden.

Die Westbalkan-Länder seien allerdings auch selbst gefordert bei Themen wie Parlamentarismus, Rechtsstaatlichkeit oder Korruption, hielt Lopatka fest.

“Wir dürfen nicht zulassen, dass der Westbalkan abgleitet in Instabilität und Armut”, betonte der ÖVP-Abgeordnete Christoph Vavrik. Er verwies auch auf “nicht förderliche” Entwicklungen wie Parlamentsblockaden in manchen Ländern wie Mazedonien. Hier könne Österreich helfen, “einladen, sich zusammenzusetzen”. Er selbst habe im Kosovo erfahren dürfen, dass bei einem Gespräch mit Abgeordneten mehrerer Parteien “diese offenbar erstmals seit Monaten an einem Tisch gesessen sind”. Gleichzeitig müsse man aber auch als Außenstehender vorsichtig sein: “Wir dürfen nicht Lösungen aufzwingen.”

Der niederösterreichische Landtagsabgeordnete Lukas Mandl, Präsident der österreichisch-kosovarischen Freundschaftsgesellschaft, warnte ebenfalls vor einem Ton “von oben herab”: “Wir müssen Vorbild sein”, und etwa aufzeigen, “wie schädlich Korruption ist”. Er verwies auf die Situation des Kosovo, das als letztes Land in der Region noch keine Visafreiheit von der EU erhalten hat: “Wir dürfen nicht zulassen, dass ein Land abgehängt wird.” Er erinnerte gleichzeitig daran, dass das kosovarische Parlament noch einem Grenzabkommen mit Montenegro zustimmen muss, bevor die Visabefreiung in Kraft treten kann.

Im Kosovo mit seinem niedrigen Altersschnitt lebten “viele sehr aktive Menschen, die arbeiten wollen”, betonte Mandl. Das Land sei mit einem Druckkochtopf zu vergleichen: “Solange es keine Visafreiheit gibt, bleibt der Deckel drauf.”

Was die Flüchtlingssituation in Serbien betrifft, so sagte Lopatka, dass in Belgrad “die Bereitschaft da ist, diese Last weiterhin zu tragen”. Man müsse aber Serbien auch helfen, “wenn es etwa um Rückführungen geht”. Seit der Schließung der Flüchtlingsroute über den Balkan sitzen Tausende Flüchtlinge in Serbien fest. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) halten sich derzeit 7.500 im Land auf.

(Schluss) mp/tsc

Quelle: APA (Austria Presse Agentur)

Gastreferat von Botschafter Ukelli im Austrian Economics Center

Auf Einladung des Austrian Economics Center und des Hayek Instituts stellte Präsident Lukas Mandl im Rahmen eines Frühstücksgepsrächs Anfang April den Botschafter der Republik Kosovo in Österreich, Sami Ukelli, interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Österreich vor. Ukelli stellte die Republik Kosovo vor – den jüngsten Staat Europas.

Das Referat von Ukelli war breit angelegt und enthielt sowohl Informationen zu Geschichte und zur Gegenwart – sowie auch zu möglichen Zukunftsszenarien. Die Gründung des neuen Staates vor mehr als neun Jahren, der Weg zur Anerkennung durch weite Teile der Staatengemeinschaft, die wirtschaftliche Situation, die kommenden Herausforderungen für Reisefreiheit und für den Kosovarischen Arbeitsmarkt und Bildungsfragen waren genauso Thema wie gesellschaftspolitische und kulturelle Aspekte.

Aus dem Publikum kamen viel Expertise zu Kosovarischen Themen und auch viele kritische Fragen, auf die von Botschafter Ukelli und für die Seite der Österreichisch-Kosovarischen Freundschaft auch von Präsident Mandl eingegangen wurde.