Mandl zu Kosovo: Kein Land darf abgehängt werden

In einer Pressekonferenz Mitte April präsentierten Reinhold Lopatka, Klubobmann der ÖVP im Parlament, der Nationalratsabgeordnete Christoph Vavrik und der Landtagsabgeordnete und Präsident der Österreichisch-Kosovarischen Freundschaftsgesellschaft, Lukas Mandl, Perspektiven für den Westbalkan.

Christoph Vavrik, Reinhold Lopatka, Lukas Mandl

Unten findet sich die APA-Meldung im Wortlaut.

Hier finden sich die OTS-Meldung und ein Beitrag aus der Tiroler Tageszeitung.

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12.04.2017 13:46 | APA0298 | AI, AA | CEE / Flüchtlinge / Int. Beziehungen / Illegale Migration / Parlament / Wien

ÖVP warnt vor Abgleiten des Westbalkan in Instabilität

Lopatka: EU “derzeit sehr mit sich selbst beschäftigt” – Mandl zu Visafreiheit für den Kosovo: Kein Land darf abgehängt werden

Wien/EU-weit (APA) – Der Westbalkan darf nicht in Instabilität abgleiten, warnt die ÖVP. Durch Ereignisse wie den Brexit sei die Europäische Union “derzeit sehr mit sich selbst beschäftigt”, meinte Klubchef Reinhold Lopatka am Mittwoch vor Journalisten in Wien. Dabei sei es wichtig, die EU-Beitrittsperspektive Richtung Westbalkan aufrecht zu erhalten. Im Herbst soll dazu eine Konferenz im Parlament stattfinden.

Die Westbalkan-Länder seien allerdings auch selbst gefordert bei Themen wie Parlamentarismus, Rechtsstaatlichkeit oder Korruption, hielt Lopatka fest.

“Wir dürfen nicht zulassen, dass der Westbalkan abgleitet in Instabilität und Armut”, betonte der ÖVP-Abgeordnete Christoph Vavrik. Er verwies auch auf “nicht förderliche” Entwicklungen wie Parlamentsblockaden in manchen Ländern wie Mazedonien. Hier könne Österreich helfen, “einladen, sich zusammenzusetzen”. Er selbst habe im Kosovo erfahren dürfen, dass bei einem Gespräch mit Abgeordneten mehrerer Parteien “diese offenbar erstmals seit Monaten an einem Tisch gesessen sind”. Gleichzeitig müsse man aber auch als Außenstehender vorsichtig sein: “Wir dürfen nicht Lösungen aufzwingen.”

Der niederösterreichische Landtagsabgeordnete Lukas Mandl, Präsident der österreichisch-kosovarischen Freundschaftsgesellschaft, warnte ebenfalls vor einem Ton “von oben herab”: “Wir müssen Vorbild sein”, und etwa aufzeigen, “wie schädlich Korruption ist”. Er verwies auf die Situation des Kosovo, das als letztes Land in der Region noch keine Visafreiheit von der EU erhalten hat: “Wir dürfen nicht zulassen, dass ein Land abgehängt wird.” Er erinnerte gleichzeitig daran, dass das kosovarische Parlament noch einem Grenzabkommen mit Montenegro zustimmen muss, bevor die Visabefreiung in Kraft treten kann.

Im Kosovo mit seinem niedrigen Altersschnitt lebten “viele sehr aktive Menschen, die arbeiten wollen”, betonte Mandl. Das Land sei mit einem Druckkochtopf zu vergleichen: “Solange es keine Visafreiheit gibt, bleibt der Deckel drauf.”

Was die Flüchtlingssituation in Serbien betrifft, so sagte Lopatka, dass in Belgrad “die Bereitschaft da ist, diese Last weiterhin zu tragen”. Man müsse aber Serbien auch helfen, “wenn es etwa um Rückführungen geht”. Seit der Schließung der Flüchtlingsroute über den Balkan sitzen Tausende Flüchtlinge in Serbien fest. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) halten sich derzeit 7.500 im Land auf.

(Schluss) mp/tsc

Quelle: APA (Austria Presse Agentur)

Gastreferat von Botschafter Ukelli im Austrian Economics Center

Auf Einladung des Austrian Economics Center und des Hayek Instituts stellte Präsident Lukas Mandl im Rahmen eines Frühstücksgepsrächs Anfang April den Botschafter der Republik Kosovo in Österreich, Sami Ukelli, interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Österreich vor. Ukelli stellte die Republik Kosovo vor – den jüngsten Staat Europas.

Das Referat von Ukelli war breit angelegt und enthielt sowohl Informationen zu Geschichte und zur Gegenwart – sowie auch zu möglichen Zukunftsszenarien. Die Gründung des neuen Staates vor mehr als neun Jahren, der Weg zur Anerkennung durch weite Teile der Staatengemeinschaft, die wirtschaftliche Situation, die kommenden Herausforderungen für Reisefreiheit und für den Kosovarischen Arbeitsmarkt und Bildungsfragen waren genauso Thema wie gesellschaftspolitische und kulturelle Aspekte.

Aus dem Publikum kamen viel Expertise zu Kosovarischen Themen und auch viele kritische Fragen, auf die von Botschafter Ukelli und für die Seite der Österreichisch-Kosovarischen Freundschaft auch von Präsident Mandl eingegangen wurde.

Kosovo und Österreich: Kompakte Gesamtschau der Beziehungen

Bei der Jahrbuch-Präsentation: Günther Ofner, Dietmar Halper, Andreas Khol, Faruk Ajeti, Lukas Mandl, Thomas Goiser

Erstaunliche Parallelen zwischen der heutigen jungen Republik Kosovo und den Anfängen der Republik Österreich beleuchten Präsident Lukas Mandl und Advisory Board Member Thomas Goiser in ihrem Beitrag im neuen “Jahrbuch für Politik”.

Erkenntnisse aus der ersten Studienreise der neuen Freundschaftsgesellschaft, die einer lange bestehenden Freundschaft der beiden Länder nur eine Form gegeben hat, grundsätzliche Fragen und akute Probleme, die in Europa und auch in der Republik angegangen und gelöst werden müssen, werden in dem Beitrag beleuchtet.

Hier findet sich der Beitrag als PDF-Scan.

Hier kann man das Jahrbuch für Politik bestellen.

Kosovarische Gemeinde in Wiens neuer Hildegard Burjan Pfarre

 

Kosovarinnen und Kosovaren bringen zusammen mit Albanerinnen und Albanern ein Bild der Heiligen Mutter Teresa zum Altar und überreichen es Kardinal Schönborn

Vergangenen Sonntag wurde die Gründungsmesse der neuen Hildegard Burjan Pfarre in Wien gefeiert. Der Wiener Landtagsabgeordnete Peko Baxant, der auch an der Studienreise der Freundschaftsgesellschaft in die Republik Kosovo teilgenommen hatte, und Präsident Lukas Mandl feierten diese Messe mit.

 

Besonders erfreulich war, dass es in der neu geschaffenen Pfarre – die aus bisherigen vier Pfarren zusammengesetzt ist – eine große kosovarische Gemeinde gibt.

Abgeordneter Peko Baxant (li.) und Präs. Lukas Mandl (Mi.) bei der Agape mit Mitgliedern der Kosovarischen Gemeinde aus Gjakova

Die Kosovarinnen und Kosovaren haben zusammen mit den Albanerinnen und Albanern im Zuge des Gottesdienstes ein Bild der Heiligen Mutter Teresa zum Altar getragen und an den Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn überreicht. In der Kosovarischen Hauptstadt Pristina befindet sich eine große Kirche, die der Heiligen Mutter Teresa geweiht ist.

 

 

 

Gespräch in der Austrian Development Agency

Bildung, Gesundheit, Wirtschaft und Wohnbau waren die Themen, die Vertreter der Freundschaftsgesellschaft diese Woche in der Austrian Development Agency (ADA) besprochen haben – im Sinne von zielgerichteten und nachhaltigen Projekten mit der Republik Kosovo in einem Europäischen Geist.

ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter, der nach dem Treffen auf ein Tweet absetzte, und die zuständige Programm-Managerin Michaela Flenner empfinen Präsident Lukas Mandl und Elisabeth Campestrini, die als Expertin die Gesundheitsgruppe der Freundschaftsgesellschaft leitet.

Flenner, Ledolter, Mandl, Campestrini

Gesundheit war ein wichtiges, aber nicht das einzige Thema der Unterredung, durch die bestehende Projekte reflektiert und mögliche zukünftige diskutiert wurden. “Unsere Partnerinnen und Partner in der Republik Kosovo sind Persönlichkeiten, die ihren Staat und ihre Gesellschaft in der Zusammenarbeit auch mit Österreich auf Augenhöhe und im Sinne eines Europäischen Geists entwickeln wollen und können. Es ist im Sinne ganz Europas, das die Staaten und Länder dieses Kontinents Hand in Hand in die Zukunft gehen”, findet Mandl.

Erstaunliche Parallelen zwischen Österreich und Kosovo im neuen “Jahrbuch für Politik”

Ungebrochen seit 40 Jahren erscheint alljährlich das “Jahrbuch für Politik” und reflektiert für Österreich wichtige Ereignisse des jeweils vorangegangenen Jahres. So wurde gestern das “Jahrbuch für Politik 2016” im Parlament präsentiert. Es enthält einen Beitrag über das Verhältnis von Österreich zur Republik Kosovo, die erstaunlichen Parallelen der beiden Staaten. Die Initiative zu dem Beitrag war von Thomas Goiser, Advisory Board Member der Freundschaftsgesellschaft, ausgegangen.

Ofner, Halper, Khol, Ajeti, Mandl, Goiser

Eine Kurzzusammenfassung des Beitrags findet sich hier zur Ansicht. Unter diesem Link kann das neue Jahrbuch auch bestellt werden. In dem Beitrag beleuchten Präsident Lukas Mandl und Goiser anhand der Gespräche und Erfahrungen der ersten Studienreise von Mitgliedern und Partnern der Freundschaftsgesellschaft in die Republik Kosovo die Chancen und Risiken für die Republik Kosovo – und für Europa mit der Republik Kosovo als jüngstem Staat.

Mehrere Mitglieder der Freundschaftsgesellschaft waren zur Buchpräsentation – die gleichzeitig auch ein Festakt zum 40jährigen Bestehen des Jahrbuchs für Politik war – gekommen. Seitens der diplomatischen Vertretung der Republik Kosovo in Österreich war der zweite Botschaftssekretär Faruk Ajet

Ajeti, Mandl, Halper

i zur Veranstaltung gekommen. Das Jahrbuch für Politik wird von Dietmar Halper, Stefan Karner, Andreas Khol und Günther Ofner herausgegeben. Der neue Band enthält viele interessante Beiträge zum politisch brisanten Jahr 2016 – man denke nur an die Wiederholung der Stichwahl zum Bundespräsidenten.

 

Gespräche zu Gesundheits-Schwerpunkt nun auch in der Steiermark

Mandl, Drexler, Poier, Klepej

Nach Gesprächen über Kooperationen zwischen der Republik Kosovo und Österreich im Themenfeld Gesundheit, die im Jänner und im Februar in Niederösterreich stattgefunden hatten, besuchten Präsident Lukas Mandl und Vizepräsident Christian Klepej heute den Landesrat für Gesundheit des Bundeslandes Steiermark, Christopher Drexler, und dessen Beraterin für Gesundheit, Pflege, Wissenschaft und Personal, Isabella Poier, um über mögliche gemeinsame Aktivitäten im Gesundheitsbereich zu sprechen.

Mandl betont: “Wir freuen uns darüber, dass nach der Initiative durch die Gesundheits-Expertin Elisabeth Campestrini, hier im Rahmen der Freundschaftsgesellschaft engere Bande zwischen der Republik Kosovo und der Republik Österreich zu knüpfen, immer mehr Interesse an gemeinsamen Projekten entsteht. Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit dem Kosovarischen Gesundheitsminister Imet Rrahmani und die Offenheit der zuständigen Regierungsmitglieder in den beiden wichtigen Flächenbundesländern Steiermark und Niederösterreich.”

Das Ziel seien erste konkrete Umsetzungsschritte noch im laufenden Kalenderjahr.  “Durch Elisabeth Campestrini und ihr Team aus Expertinnen und Experten sind wir sicher, dass die Schritte, die wir setzen oder anstoßen, sachlich und fachlich fundiert sind und nachhaltig im Interesse der Gesundheit wirken werden”, so Mandl.